Meret Oppenheims Werke in Berlin

Die Natur ist von sich aus schön. Sie hat alles so eingerichtet, wie sie es braucht. Die einen Tiere können schnell vor Feinden flüchten, wie Pferde oder Rehe, andere können sich wehren und kämpfen, wie zum Beispiel Stiere oder Hirsche. Noch andere wiederum haben, wie das Chamäleon, die Möglichkeit, ihre Farbe zu verändern, um vor Feinden unauffällig zu bleiben. Auch die Pflanzen hat die Natur so eingerichtet, dass alles nützlich, nichts überflüssig und eine jede auf ihre Art schön ist.

Ist das bei den Dingen, die wir Menschen selbst schaffen, genauso: sind sie auch immer so nützlich, funktional und schön? Über die Häuser, die wir bauen, über die Tische, Lampen oder Autos, die wir entwerfen und herstellen, kann man sich streiten. Das beste Beispiel ist ja die Mode. Aber warum werden die Sachen, die wir brauchen, immer wieder neu gestaltet?

Genau, weil wir Menschen Veränderungen mögen, Abwechslung – und weil wir es genießen, Neues zu erschaffen. Wenn wir Neues erschaffen, wollen wir etwas hervorbringen, was es noch nicht gab. Als Eure Omas so alt waren wie ihr, hatten sie zum Beispiel noch keine Handys.

Die Menschen wollen beim Schaffen und Hervorbringen probieren, auch sich selbst ausprobieren, sie wollen spielen. Dann schaffen sie Sachen, die nicht unbedingt nützlich sind, aber die Spaß machen, so wie ein Spiele-Abend mit der ganzen Familie.

Meret Oppenheim Object- kleinerWenn man Kunst macht, spielt man, probiert man und versucht, etwas Neues zu schaffen. Aber was ist dann das Neue, wenn man Kunst macht? Es kann zum Beispiel die Sichtweise auf die Dinge sein, die man dadurch in einen anderen Zusammenhang stellt.

So hat Meret Oppenheim in ihrem berühmtesten Werk eine Kaffeetasse samt Untertasse und Kaffeelöffel mit Pelz umhüllt. Ist das dann noch eine Tasse, hat sie noch die Funktion eines Trinkgefäßes? Was fällt euch dazu ein?

Hattet ihr auch schon einmal Dinge anders wahrgenommen als es ihre Funktionsweise vorsieht? Wann, welche? Wie sieht denn euer künstlerischer Blick aus?

Eurer Septembär.


Die Werke Meret Oppenheims sind im Martin-Gropius-Bau in der Nähe des Potsdamer Platzes zu bewundern: Niederkirchnerstraße 7. Bis zum 1. Dezember 2013 könnte ihr dort, vielleicht mit euer Schulklasse oder mit euer Familie, hingehen. Täglich, außer dienstags, in der Zeit von 10 - 19 Uhr.

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