Woher kommt... VII.

Sich pudelwohl fühlen!

Jana hat das Wochenende bei ihrer Freundin verbracht. Sonntag kommt sie am späten Nachmittag wieder nach Hause. Sofort beginnt sie zu erzählen: „Es war so ein schönes Wochenende. Bei Emma im Garten steht ein großer Pool. Wir waren die ganze Zeit draußen; haben sogar im Garten ein Picknick gemacht. Und der Pool ist soooooooooooooo toll. Fast die ganze Zeit waren wir da drin. Ich habe mich pudelwohl gefühlt...!“

Willi, der kleine Bruder von Jana, versteht nichts. Wie ist es, wenn man sich pudelwohl fühlt?

Sich pudelwohl fühlen! Was hat das zu bedeuten und wo kommt dieses Sprichwort her?

Im Wasser plantschen bedeutet umgangssprachlich „pudeln“. Der Pudelhund fühlt sich im Wasser sehr wohl und wurde früher auch zur Wasserjagd eingesetzt.

Wenn es jemandem richtig gut geht, sich jemand sehr wohl fühlt, dann fühlt er sich wie der Pudel im Wasser – pudelwohl eben...

Woher kommt... VI.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

Die Sonne scheint, es ist warm und Anton hat sich mit David auf den Weg ins Schwimmbad gemacht. Dort angekommen sehen sie die lange Schlange an der Kasse. „Mist, ist das voll. Das dauert ja bestimmt ewig bis wir drin sind!“, sagt David zu seinem Freund. Anton erwidert daraufhin: „Ich habe schon einen Plan. Wir drängeln uns einfach vor. Hier sind so viele Leute, das fällt bestimmt nicht auf.“ David ist nicht wohl bei der Sache, aber er macht mit. Auf einmal hören die beiden von weiter hinten rufe: „Was macht ihr denn da? Wir müssen alle warten, bis wir an der Kasse sind. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Marsch, hinten anstellen ihr beide!!!“

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst? Was hat das zu bedeuten und wo kommt dieses Sprichwort her?

Früher wurde das Getreide in den Mühlen vom Müller gemahlen. Im Mittelalter mussten die Bauern mit ihrem Getreide zu den Mühlen gehen. Der Bauer, der als Erster zur Mühle kam, bekam auch als Erster sein Getreide gemahlen.

Wer also als Erster irgendwo ist, wird auch als Erster „bedient“. Wer später kommt, muss sich hinten anstellen und warten, bis er an der Reihe ist.

So auch Anton und David. Die beiden dürfen sich nicht einfach vor drängeln sondern sie müssen sich hinten anstellen und warten bis sie an der Reihe sind. Wie alle anderen auch.

Der Vogel.

Vögel sind Eier legende Wirbeltiere, die Flügel ein Gefieder

und einenSchnabel haben. Sie sind gleichwarm und atmen

mit Lungen. Damit sie fliegen können,sind die Knochen der

Vögel hohl und leicht.Vögel sehen und hören sehr gut, ihr

Geruchssinn ist nicht besonders gut ausgebildet.

 

Woher kommt... V.

Die Arschkarte ziehen!

Die Klassenfahrt startet in zwei Wochen. Die Kinder sind schon aufgeregt. Heute wird darüber gesprochen wer sich mit wem ein Zimmer teilen darf. Pro Zimmer muss ein Schüler Tagebuch führen, einer muss das Zimmer täglich ausfegen, der Tischdienst wird eingeteilt; es werden also die „Ämter“ festgelegt.

Nach dem Unterricht machen sich Lukas und Elias auf dem Heimweg und reden über die „Ämter“ für die Klassenfahrt. Elias freut sich: „Super, ich muss nur einmal am Tag unser Zimmer ausfegen. Das ist schnell erledigt.“ „Ich habe die Arschkarte gezogen, ich muss das Tagebuch schreiben. Auch wenn es nur Stichpunkte sein sollen, aber ich muss jeden Tag ran. Wenn du mal einen Tag nicht fegst, merkt es bestimmt keiner...!!!“, beschwert sich Lukas.

Die Arschkarte gezogen. Was hat das zu bedeuten und wo kommt dieses Sprichwort her?

Beim Fußball werden den Spielern für verschiedene Verstöße manchmal Gelbe oder Rote Karten gezeigt. Früher hatten die Schiedsrichter die Gelben Karten (eine Verwarnung an den Spieler) in der Trikot-Tasche und die Roten (der Spieler muss vom Platz und darf nicht mehr mitspielen) in der Gesäßtasche. Wer also die „Arschkarte“ zu sehen bekommt, muss vom Platz und das ist unangenehm; denn ein Spieler möchte natürlich nicht auf der Bank sitzen.

Wenn heute jemand meint die „Arschkarte“ gezogen zu haben, dann ist ihm etwas unangenehmes passiert. So auch Lukas. Es ist für ihn schon fast wie eine Strafe, das Tagebuch auf der Klassenfahrt schreiben zu müssen.

P. S. Heutzutage haben die Schiedsrichter die Gelben und Roten Karten in der Trikot-Tasche. Zu den Zeiten, als es Schwarz-Weiß-Fernsehen gab, konnte man am Bildschirm die Farben der Karten nicht voneinander unterscheiden. Wenn man jedoch gesehen hat, aus welcher Tasche der Schiedsrichter die Karte gezogen hat, wusste man sofort, ob es die Gelbe oder Rote war.

Woher kommt... IV.

Da kann ich ein Lied von singen!

Anna, Birgit und Claudia stehen nach der Schule noch zusammen und verabreden sich für den Nachmittag. „Hey, kommt doch gleich mit zu mir. Dann können wir zusammen mit meinem Hund gassi gehen und dann gleich auf den Ponyhof.“ sagt Claudia. „Nein, geht nicht. Ich muss nach der Schule immer erst nach Hause. Hausaufgaben machen, Essen und Mama beim Abwaschen helfen. Vorher darf ich nicht raus!“ sagt Anna daraufhin. Und Birgit erwidert: „Das ist bei mir auch so, da kann ich ein Lied von singen.“ „Wie bitte, singen?!? Ich dachte wir treffen uns und wollen raus... Aber singen... Dazu habe ich gar keine Lust.“

Da kann ich ein Lied von singen? Was hat das zu bedeuten und wo kommt dieses Sprichwort her?

Im 16. Jahrhundert war ein öffentlicher Vortrag ein „Lied“. Man erzählte also über ein Thema, über das man vieles wusste. Zu dem Vortrag durfte man Musik mit einem Saiteninstrument machen; reimen war auch erlaubt.

Wenn jemand also über etwas viel Wissen hat, kann man davon „ein Lied singen“.

So ist das also bei Birgit; sie kann ein Lied davon singen, dass sie nach der Schule auch immer erst nach Hause gehen muss. Und erst wenn sie ihre Pflichten erfüllt hat (Hausaufgaben erledigen, Essen usw.), darf sie sich mit ihren Freunden treffen.