Woher kommt... IV.

Da kann ich ein Lied von singen!

Anna, Birgit und Claudia stehen nach der Schule noch zusammen und verabreden sich für den Nachmittag. „Hey, kommt doch gleich mit zu mir. Dann können wir zusammen mit meinem Hund gassi gehen und dann gleich auf den Ponyhof.“ sagt Claudia. „Nein, geht nicht. Ich muss nach der Schule immer erst nach Hause. Hausaufgaben machen, Essen und Mama beim Abwaschen helfen. Vorher darf ich nicht raus!“ sagt Anna daraufhin. Und Birgit erwidert: „Das ist bei mir auch so, da kann ich ein Lied von singen.“ „Wie bitte, singen?!? Ich dachte wir treffen uns und wollen raus... Aber singen... Dazu habe ich gar keine Lust.“

Da kann ich ein Lied von singen? Was hat das zu bedeuten und wo kommt dieses Sprichwort her?

Im 16. Jahrhundert war ein öffentlicher Vortrag ein „Lied“. Man erzählte also über ein Thema, über das man vieles wusste. Zu dem Vortrag durfte man Musik mit einem Saiteninstrument machen; reimen war auch erlaubt.

Wenn jemand also über etwas viel Wissen hat, kann man davon „ein Lied singen“.

So ist das also bei Birgit; sie kann ein Lied davon singen, dass sie nach der Schule auch immer erst nach Hause gehen muss. Und erst wenn sie ihre Pflichten erfüllt hat (Hausaufgaben erledigen, Essen usw.), darf sie sich mit ihren Freunden treffen.

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