Naturheilpflanzen 16. Folge

Angelika (Angelica sylvestris auch: Waldwurz, Engelwurz-Angelica archangelica oder Erzengelwurz)

Angelika ist in Nord- und Osteuropa in Sibirien, Nordamerika und im Himalaya verbreitet. Die Pflanze wächst auf feuchten Wiesen und Ufern und wird auch angebaut. Sie kommt bevorzugt auf nassen, zeitweise überschwemmten Tonböden vor und gehört zu den Doldenblütlern. Die große Blüte mit Ihren vielen kleineren grünlichen Blüten sprießt 1 m bis 2 m (100 cm – 200 cm) in die Höhe. Getragen und gehalten wird der Austrieb von einer großen kräftigen Wurzel.

Für den Garten: Man sollte darauf achten das das Gewächs nicht den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt ist. In die Erde mischt man Tonerde zu, weil die Pflanzerde das Wasser nicht so gut speichern kann.

Aus den Wurzeln kommt die Heilkraft. Diese werden nach dem ernten an der Luft, mit viel Sonne, getrocknet. Wenn das Wurzelwerk trocken und schrumpelig ist, bewahrt man es am besten in feuchtfreien, verschließbaren Gläsern, an dunkAngelika1-400-600PixelAngelika2-400-600Pixellen Stellen auf.

Anwendung: Bei Rheuma, Hexenschuss, Muskel- und Nervenschmerzen. Die schmerzenden Stellen einreiben. Es ist ein Appetitförderndes Mittel das 15 Minuten vor der Mahlzeit auf leeren Magen als Tee getrunken wird. ( 1/4 Teelöffel voll getrockneter Wurzel in eine Tasse geben, kochendes Wasser darauf gießen und ca. 5 Minuten ziehen lassen)

 

Bildquellen: wikipedia.de

Naturheilpflanzen 15. Folge

Echte Aloe (auch Wüstenlilie, Curacao-Aloe aber bekannter als Aloe-Vera)

Dieser Pflanze werden schon einige sehr gute Eigenschaften nachgesagt. Ihren Ursprung hat Sie in Indien und Mexiko und hat eine Ausbreitung in den letzten 200 Jahren, durch den Menschen, über die Erde gemacht. Sie ist Stammlos und wächst mit bis zu 20 Einzelblättern, die in Ihre gesamtheit 30 bis 40 cm (0,30 m - 0,40 m) Umfang erreichen, Lanzenähnlich aus der Erde. Ihre Blatttriebe werden 30 bis 60 cm lang und sind an den Blatträndern mit Haifischähnlichen Zähnen (Dornen) besetzt. Der Blütenstengel mit dem Samen am oberen Ende und gelber Blüte ragt bis zu einem Meter (100 cm oder 1000 mm) aus der Mitte heraus. In unserem Europäischen Raum blüht die Pflanze zu unterschiedlichen Zeiten und muß in den Wintermonaten in warme helle Räume untergebracht werden

Für den Garten: Aloe sollte in großen Blumentöpfen gepflanzt werden da Sie im Winter warm stehen muß und keinen Frost verträgt.

Die Heilkraft kommt aus den Blättern die man durchbricht. Der dicke Saft wird entweder direkt auf die Haut gestrichen oder verdünnt eingenommen.

Anzuwenden bei Verstopfungen des Dickdarms, bei Gallenbeschwerden sowie bei Verletzungen der Haut (frisch oder älter) und vielen anderen Beschwerden (heilt sehr gut und schnell).
Ein wirklich echtes Heilelixier!!!

 Aloe_vera550pixel
Bildquelle: wikipedia.org

Naturheilpflanzen 14. Folge

Gänseblümchen (Bellis perennis, auch Maßliebchen, kleine Magerite oder Tausendschön)

Zu finden ist die Blume meistens auf Wiesen, wo sie zwischen den Gräsern in kleineren Gruppen austreibt. Bei Ihr werden 5 bis 20 cm (50 - 200 mm oder 0,05 - 0,20 m) lange blattlose Stängel gebildet und mit einem gelben Blütenkorb, umgeben von weißen Blättern, gekrönt.Sie blüht von März bis in den November und steht gerne in der Sonne und dreht sich immer in Ihre Richtung. Sie hat sich im Laufe der Zeit über Mitteleuropa angesiedelt und man hat früher auch abergläubisch an Kräfte geglaubt, wie zum Beispiel: man zupft ein Blatt und denkt "Sie liebt mich" man zupft das nächste Blatt "Sie liebt mich nicht" und so weiter. Ein weiterer Glaube sagt: Wer sich einige getrocknete Blüten in die Tasche steckt, die man am Johannistag (24. Juni) zwischen 12:00 und 13:00 gepflückt hat, dem gelingen alle wichtigen Aufgaben. (Also, beim nächsten Diktat nicht vergessen)

Für den Garten sollte man Sie in einen großen Blumentopf ansiedeln, da lassen Sie sich besser abrupfen ohne das ganze Gras.

Anzuwenden bei einigen Hauterkrankungen, Leberleiden und im Frühjahr auch als Rheumamittel. Sie wirkt entwässernd, ist ungiftig und kann bei der Zubereitung von Salaten Verwendung finden.

Gnseblmchen_mit_BildherkunftBild:de.wikipedia.org

Naturheilpflanzen 13. Folge

Baldrian1
Bild: de.wikipedia.org

Baldrian (Valeriana officinalis)

Er ist eine Pflanze aus unseren Wäldern. Seine beliebten Stellen des Waldes sind die lichten Ränder und die Wege. Seine Größe ist bei einer Höhe von 1,50 m (150 cm) erreicht. Zu erkennen ist er am steifen Stängel mit gegeüberliegenden gefiederten Blättern und seinen rötlich weißlichen Blüten. Seine Heilkraft liegt in den Wurzeln, die als Tee zubereitet, beruhigende Eigenschaften hat.

Für den Garten: Man sollte einen Platz wählen, der nicht zu sonnig ist, aber auch nicht nur Schatten hat.

Anwendung: Bei nervösen Beschwerden des Magen und Darmgebietes, allgemein bei Nervosität und Unruhe sowie bei Schlästörungen.

Baldrian2Bild:de.wikipedia.org

Naturheilpflanzen 12. Folge

Tollkirsche ( Atropa belladonna, auch: Schwindelkirsche, Teufelskirche, Schafsbinde oder Teufelsbinde)

Diesem Gewächs ist mit Vorsicht zu begegenen. Sie hat, wie viele andere Pflanzen auch, gute und schlechte Eigenschaften. Sie gehört aber mit Ihren guten Eigenschaften in die Naturheilkunde und wurde schon sehr lange von Medizinmännern und -frauen ( im Mittelalter auch Zauberer oder Hexen genannt ) gesammelt. Sie ist ein Strauchgewächs und Ihre Früchte ähneln unseren bekannten und essbaren Kirschen.

Für den Garten ist diese Pflanze nicht geeignet, da Sie sehr giftig ist und für ein Kind tödlich sein kann.

Anwendung: Sie wird bei Krämpfen und Koliken im Bereich von Niere, Blase, bei Leber, Galle und Magen und Darmbeschwerden eingesetzt.

Bild: de.wikipedia.org Tollkirsche