Naturheilpflanzen 20. Folge

 LwenzahnJPG

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Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Der Löwenzahn ist eine vorzügliche Heil- und Salatpflanze, ein Kraut das jeder kennen sollte. Die Pflanze hat fast die ganze Welt erobert. Selbst in den Tropen und im Polargebieten wurde er gefunden. Seine Triebe mit Stängel und Blüte erreichen eine Wuchshöhe von 30 bis 50 cm (0,30-0,50 m). In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit von April bis Mai, teilweise auch bis in den Herbst. Die Blüte ist von aussen nach innen gelblich-orange und ändert sich in weiss, zur "Pusteblume" um Ihren Samen durch Windluft zu verbreiten.

Ihre Heilkraft kommt aus den getrockneten und zermahlenden Wurzeln, die den Bitterstoff Taraxacin enthalten und den frischen Blättern, aus dem man köstliche Salate zubereiten kann.

Für den Garten: Ist eigentlich nicht notwendig da man Löwenzahn in jedem Park, auf Wiesen und Äckern finden kann. Wenn man im Garten die Blüte nicht rechtzeitig abschneidet kann man im nächsten Jahr schon mit Überraschungen rechnen.

Anwendung bei den großen Drüsen: Leber, Nieren und Gallenbeschwerden (Gallengrieß oder Nierensteine)  Dazu nimmt man 2 bis 3 Teelöffel zerkleinerte oder geriebende Wurzel übergießt es mit einen halben Liter kochendes Wasser und lässt es eine Viertelstunde stehen. Den Sud trinkt man morgens in der Frühe. Man sagt dazu Wasserstoß, der ist stark Harntreibend und lößt die Vergrießung, die dabei ausgespült wird..

Naturheilpflanzen-Hinweis

Die Eisheiligen Tage!
Am 11. Mai beginnen nach der Regel von Naturliebhabern, Gartenfreunden und Bauern
die "Eisheiligen". Der erste Eistag ist der 11. Mai und endet der Legende nach am 15. Mai. Allen Pflanzenbesitzern sei geraten Ihre frostempfindlichen Naturgewächse in dieser Zeit gut zu schützen. Hinweise für besonders betroffene Pflanzen findet Ihr unter dem
LINK: garteln.com/frostempfindliche-pflanzen/
Die Legende besagt, dass Mamertus der 1. Eisheilige war, gefolgt von Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalten Sophie (mehr zu dieser Legende bei: de.wikipedia.org).

Naturheilpflanzen 19. Folge

WollkrautJPGWollkraut (Verbascum thapsiforme) auch: Echte Königskerze, Marienkerze, Wetterkerze, Himmelsbrand,  Frauenkerze, Wollblume, Fackelkraut, Feldkerze, Brennkraut

Die Blüten des Wollkrautes oder Wollblume werden von den Naturlandsleuten fleißig gesammelt denn Sie wissen "der nächste Winter kommt bestimmt". Am häufigsten findet man die Pflanze in Süd- und Mitteleuropa, sie ist auch in Westasien angesiedelt. Mit Ihren gelben Blüten (selten auch weiß) erreicht sie eine Wuchshöhe von 2,00 m (200 cm). Ihr Blütenstängel verjüngt sich von unten nach oben und man findet sie an Wegrändern, Waldlichtungen, Ufern und Dämmen. Sie liebt sonnige Stellen und zeigt Ihre Pracht von Juli bis Oktober wo Bienen, Käfer und Fliegen häufige Gäste sind. Den Beinamen Königskerze hat Sie zu recht erhalten.

Heilkräftig sind nur die Blüten (bzw. die Blumenkrone) die man einzeln auszupft. Die werden trocken und dunkel gelagert und in der Erkältungzeit als Tee zubereitet.

Für den Garten: Man sollte wenn man vor hat, die Blüten zu ernten, mehrere Pflanzen anbauen. Ansonsten sieht sie nur gut aus.

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Anwendung: Bei Halsgebrechen, Katarrhe, Husten, Atemnot und Verschleimungen der Brust nimmt man 2 Teelöffel der getrockneten Blüten auf eine Tasse Wasser, das lässt man aufkochen und einige Zeit ziehen. Honig oder Kandis versüßen den Geschmack.

Naturheilpflanzen 18. Folge

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Brennnessel (Urtica dioica)

Das brennen und jucken dieser Pflanze wird jeder schon einmal erlebt haben, wenn man mit kurzen Hosen oder Hemd über natürliche und wildwachsene Grünflächen geht. Doch die wenigsten wissen, was für gute Eigenschaften in Ihr stecken. Sie hat sich die Nordhalbkugel der Erde zur Heimat erobert. In der freien Natur werden Brennnesseln zwischen 30 cm und 300 cm (0,30 m-3,00 m) Groß. Um dem Stängel spriessen Ihre Blätter. Die haben zwei Seiten, die behaarte und die glatte auch Schatten und Sonnenseite genannt. Ende April bis Anfang Mai fängt der Wachszyklus an und verläuft bis Ende Oktober. Die Haare, die dann auf der unteren Seite wachsen, geben der Nessel Ihren Namen. Man nennt Sie Brennhaare, die Kieselsäure produzieren. Ihre Heilkraft geht auch weit in die Vergangenheit zurück.

Für den Garten: Man kann sich ein Beet anlegen das man Mitte April beginnt, aber da es soviel frei und wild wachsene Brennnesseln gibt, rate ich nicht dazu. Ernten sollte man schon Mitte bis Ende Mai weil die Brennnessel noch jung und frisch ist. Dabei schneidet man den Stängel etwa Handbreit über den Boden ab.

Ihre Heilkraft steckt in den Stängeln und in den Blättern, die auch Vitamin C enthalten. Wie bei den meisten anderen Pflanzen auch, wird die Ernte getrocknet und gut (trocken,dunkel und kühl) gelagert. Für eine Tasse Brennnesseltee: 1 gehäufter Teelöffel getrocknete Blätter, kochendes Wasser drauf und das ganze 15 Minuten ziehen lassen, damit die Wirkstoffe freigesetzt werden.

Anzuwenden bei  Stoffwechselbeschwerden, Hexenschuß und chronische Rheumatische Zustände. Brennnessel ist Stoffwechselanregend und Harntreibend. In den 40 ziger und 50 ziger Jahren hat man in Deutschland auch Essen daraus zubereitet.

Naturheilpflanzen 17. Folge

Anis (Pimpinella ansium auch Brotsame oder Süßer Kümmel)

Die aus dem Orient stammende Pflanze gehört zu der Familie der Doldengewächse. Seine guten Eigenschaften wurden schon 200 Jahre vor Jesus Christus Geburt erkannt und zum Teil kultiviert. Nach Europa kam Anis erst später durch reisende Völker. Die Blätter am unteren Teil des Stengels sind rundlich bis herzförmig und im oberen Teil meist dreispaltig geteilt und zwischen 10 cm bis 60 cm (0,10 m - 0,60 m) hoch. Kleine weiße Blüten bilden eine großwirkende Blüte (Dulde) und blüht von Juni bis September. Die ersten Früchte zeigen sich zwischen August und September, die geerntet werden, wenn die Stengel gelbfarbend werden. Nur die Früchte haben natürliche Heilkraft.

Für den Garten: Anis braucht viel Sonne und gute nahrhafte Erde für das Wachstum. Die Erde sollte immer feucht gehalten (nicht nass) werden und um eine großzügige Ernte zu haben, sollte man mehrere Pflanzen als Beet anbauen.

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Anis400x600JPG1Heilkräftig ist Anis nur durch seine Früchte. Nach der Ernte werden Sie getrocknet, dann kühl und dunkel gelagert. Aus der getrockneten Ernte einen Teelöffel Anis in eine Tasse geben, mit heißem Wasser überbrühen und etwa 10 Minuten bis 15 Minuten ziehen lassen (bei Kindern einen Schuß Honig zugeben). Auch beim Kochen und Backen wird Anis, wegen seines starken, einzigartigen Aromas gern verwendet.
Anwendung: Bei Erkältung, Husten und Schnupfen, bei belegten Brochien wirkt schleimlösend und entkrampfend. Bei Darmbeschwerden hilft es gastreibend und beruhigend.