Naturheilpflanzen 25. Folge

Lindenblüten (Flores tiliae)

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Linden1In Deutschland sind zwei Arten von Linden heimisch, die Winter- und die Sommerlinde.Von beiden werden die Blüten wegen ihrer heilenden Wirkung verwendet. Dabei kommt es besonders auf das ätherische Öl in den Blüten an. Aus den frisch gesammelten Lindenblüten stellt man Tee her, der hervorragend aromatisch schmeckt. Daher ist es ratsam, Sommer wie Winter, ein bis zwei Tassen Lindenblütentee zu trinken. Dies ist zwar schweißtreibend, beugt aber vor und spült dabei einige Erreger aus den Körper. Fast nur noch ältere Leute der "alten Schule" sammeln die einst so beliebten Blüten. Heute geht man ins Reformhaus, in Apotheken oder in den Supermarkt um Lindenblüten abgepackt oder als Teebeutel zu kaufen.

Für den Garten ist es nicht ratsam eine Linde zu pflanzen, da sie sehr groß wird und viel Arbeit macht. Wer aber Glück hat das früher jemand einen Lindenbaum angepflanzt hat, der sollte sammeln.

Anwendung: Bei Grippalen oder Erkältungsinfekten und Fieber morgens-mittags-abends einen Becher heißen Tee, Bettruhe und schwitzen.

Naturheilpflanzen 24. Folge

Kamille (Matrcaria chamomilla)

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Die echte Kamille steht hinsichtlich der jährlich davon gebrauchten Menge an der Spitze aller heimischen Heilpflanzen. Das allein dürfte schon zeigen, wie wertvoll und heilsam sie ist. Kamille wird von Botanikern als Korbblütler beteichnet. Wie der Name schon sagt, stehen bei diesen die einzelnen kleinen Blütchen zu einem Blütenkorb beieinander, was wir als die Blüte bezeichnen. Die ursprünglich in Ost- bis Südeuropa verbreitete Art ist heute in ganz Europa zu finden. Sie ist eine alte Heilpflanze, die vor allem bei Magen- und Darmbeschwerden und bei Entzündungen Verwendung findet. Das krautige Gewächs erreicht eine Höhe von 15 cm - 50 cm (0,15 m - 0,50 m) und schließt mit einem goldgelben bauschigen Kopf, umgeben von weissen Blättern ab. Charakteristisch ist der einzigartige Kamillengeruch. Wer sie einmal am Geruch kennengelernt hat, wird es warscheinlich nicht mehr vegessen. Zu finden ist Kamille auf Äckern und auf Ödland, bevorzugt auf frischen, meist kalkarmen, oder humosen Lehm- und Tonböden. Sie kommt in der Höhenstufe bis 1300 m (1,30 km) vor.

Für den Garten ist Kamille eher als Zierpflanze anzubauen oder man legt ein Beet mit mehr Samen an. Beernten werden sollte sie erst bei einjährigen Pflanzen.

Heilkräftig sind nur die Blütenköpfe. Geerntet wird, wenn etwa die Hälfte der Blüten abgeblüht sind. Anschliessend erfolgt das Trocknen, was nicht in der Sonne erfolgen soll, da sonst Veränderungen in der Blüte stattfinden, die nicht gewollt sind. Der Trocknungsprozess sollte spätestens zwei Stunden nach dem Pflücken erfolgen.

Kamille2JPGAnwendung: Bei Magen- und Darmbeschwerden, krampfartige Beschwerden im Verdauungstrakt und Menstruationsbeschwerden. Äußerliche Anwendung findet die echte Kamille bei Haut- und Schleimhautentzündungen, bei Hauterkrankungen, auch der Mundhöhle und des Zahnfleisches. Bei entzündlichen Erkrankungen der Luftwege werden Inhalationen vorgenommen. Bei Beschwerden im Genitalbereich sind Bäder oder Spülungen ratsam.

 

 

 

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Naturheilpflanzen 23. Folge

Huflattich (Tussilago farfara)

Huflattich-BildBild:de.wikipedia.org

Der Huflattich wächst als krautige Pflanze und ist in Europa, Afrika in West- und Ost-Asien heimisch. Seine Wuchshöhe beträgt 10 bis 30 cm (0,10 m – 0,30 m) und er trägt eine Vielzahl an goldgelben Blüten. Die Pflanze ist eine der Ersten im Frühling, die ihre Blüten spriessen lassen. Ihr „Ruf“ ist unter Botanikern und Gartenbesitzern nicht so gut, da sie überwiegend als Unkraut angesehen wird. Wer aber die Pflanze kennengelernt hat, wird die guten Eigenschaften seiner heilenden Wirkung verstehen und sie auch hochschätzen. Weil sie nicht so beliebt ist, wächst Huflattig häufig an Wanderwegen, Straßenränder, Halden und Bahndämmen. Verwendung finden in der Heilmedizin die Blüten und die Blätter.

Für den Garten: Huflattich ist recht anspruchslos und braucht ausser Wasser kaum Pflege. Man muß allerdings wenn er abblüht für einige Tage den Besen parat haben um die Blütenblätter zusammenzufegen.

Heilkräftig (wie schon erwähnt) sind das Blatt und die Blüte. Der Huflattich gilt als bedeutsame Heilpflanze bei Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Als wirksamster Teil werden die Blätter verwendet. Der Huflattich gehört zu den ältesten Mitteln gegen Husten.

Anwendung: Die voher getrockneten Blüten und Blätter werden in gleichen Teilen zu einen gehäuften Esslöffel in eine Kanne (etwa einen halben Liter) gegeben und mit kochendem Wasser überbrüht. Das lässt man 10 Minuten ziehen und gibt Honig oder Kandiszucker je nach Geschmack dazu. Der Tee wird nun Schluckweise getrunken. Bei einem chronischen Husten sollte man sich eine Thermosflasche ans Bett stellen und je nach Bedarf davon trinken. Na dann: Gute Besserung.

Naturheilpflanzen 22. Folge

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Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Das Johanniskraut ist eine sehr alte Heilpflanze, die in Europa, Westasien und Nordafrika beheimatet ist. Man findet es in mittleren bis tiefen Lagen und wächst an Wegen, Böschungen, Waldrändern und Lichtungen, sowie auf Bahnschotter am Gleisbettrand. Im Mittelalter hat man seine heilende Wirkung schon erkannt und angewendet. Da man heutzutage erkannt hat, dass das Kraut heilende Wirkungen hat, wird es in der modernen Medizin angewandt und von einzelnen Bauern landwirtschaftlich angebaut.

Für den Garten ist das Johanniskraut ein "Hingucker, da es mit den gelben Blüten an einer günstigen Stelle gut aussieht. Es ist pflegeleicht, braucht nur regelmäßig Wasser. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr oder Herbst, auch eine Pflanzung vorgezogener Setzlinge im Frühjahr ist möglich.

Heilkräftig ist das ganze Kraut einschließlich der Blüten von dem man Tee (aus der getrockneten Pflanze) kocht oder einen Frischsaft presst.

Anwendung: Das Johanniskraut ist recht vielseitig einsetzbar. Das aus den Blüten gewonnene Öl (wird heute mit Olivenöl gemischt und etwa 14 Tage dem Sonnenlicht ausgesetzt) ist gegen schwer heilende Wunden einsetzbar. Dabei werden die Wunden mit Ölverbänden versorgt. Außerdem bei Schwellungen, Hexenschuss, Gicht oder Verrenkungen. Bei einer Teekur (mindestens 10-14 Tage anwenden) hilft das Kraut bei depressiven und nervösen Zuständen oder bei Magengeschwüren.

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Bilder de.wikipedia.org

 

Naturheilpflanzen 21. Folge

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Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) auch Bockkraut, Bachkraut, Fleckenkraut, Blaue Schlüsselblume, Himmelschlüssel, Hosenschiffern, Hirschmangold, Hirschkohl, Lungenwurz, Schwesternkraut, Ungleiche Schwestern, unser lieb Frauen Milchkraut, Hänsel und Gretel oder Adam und Eva.

Das Lungenkraut gehört zu den schönen Frühlingsblühern und ist in weiten Teilen Europas zu Hause. Es wächst in krautreichem Laub und Buchenmischwäldern vom Flachland bis ins Gebirge auf etwa 1300 Meter. Im Süden ist es häufiger als im Norden. Es bevorzugt frische, nährstoff- und basenreiche, meist kalkhaltige, steinige oder reine Ton- und Lehmböden. Es blüht von März bis Juni und die Stiele werden etwa 15 cm (0,15 m) groß und treiben 5 Blüten aus. In der Märzzeit sind die Blüten rötlich und werden zum Mai hin bläulich bis lilafarben. Ab Juni werden die Blüten abgeworfen und es entwickeln sich ihre neuen Blätter.

Bilder stammen aus der de.wikipedia.org Enzyklopädie

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Heilkraft kommt aus den Blättern und den Wurzeln. Die Blätter werden getrocknet und später zu Tee verarbeitet, die Wurzeln werden zu einem Pulver zermahlen.

Für den Garten: An schattigen Plätzen und gutem Boden werden Sie Ihre Freude haben. Sie eignen sich hervorragend als Bodendecker.

Anwendung: Bei Beschwerden mit Husten und Heiserkeit ist es als altbekanntes Hausmittel bekannt. Man kann die rohen Blätter zu sich nehmen oder mit heißem Wasser garen lassen. Gut an den Blättern zu erkennen sind Ihre unregelmäßigen weißlichen Punkte auf der Oberseite. Die Pflanze enthält unter anderem Kieselsäure, Schleimstoffe und ein wenig Saponin sowie Mineralien und wirkt dadurch hustenreiz-und entzündungshemmend.