Naturheilpflanzen 54. Folge

Gemeiner Lein (Linum usitatissimum), auch Saat-Lein oder Flachs

Der Lein ist eine wirklich wertvolle Pflanze. Er liefert uns in den langen Stängeln den Faserlein, aus den das Leinen gewirkt wird. Medizinisch verwandt werden die Leinsamen (Semen lini).
Sie enthalten das fette Leinöl und auderdem reichlich Schleim. Das Leinöl wird aus dem Samen abgepresst. Was dann zurückbleibt, ist der sogenannte Leinkuchen. In ihm sind außer Resten des Öles vor allem noch die Schleimstoffe enthalten. Der Gemeine Lein hat eine Wuchshöhe von 20 cm (0,20 m) bis 100 cm (1,00 m). Die Blüte erfolgt im Zeitraum von Juni bis August. Lein stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, lediglich nasse, verschlämmungsgefährdete und moorige Standorte verträgt er nicht. Wichtig ist eine gute Wasserversorgung von rund 120 Millimeter Niederschlag in der Hauptwachstumsphase im Mai/Juni. Die ältesten Funde der Leinenverarbeitung sind Leinenstoffe aus Ägypten aus dem Beginn des 4. Jahrtausends v. Chr.

Lein-PflanzeJPG

Für den Garten: Weniger geeignet!

Medizinisch wurde der Lein zur Abführung aus dem Darm verwendet. Dazu nimmt man morgens und abends ein bis zwei Esslöffel voll Öl. 2005 war der Lein in Deutschland die Heilpflanze des Jahres.

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