Naturheilpflanzen 56. Folge

 

Große Klette (Arctium lappa (Bardana))

Die große Klette hat eine Wurtzel bitteren Geschmacks. Den Gegenpol zu den Blüten und Samen am oberen Ende der Großen Klette bildet die kräftige Pfahlwurzel. Bis zu einem Meter tief bohrt sie sich in die Erde. Sie speichert Mineralien, Inulin , Stärke und viele andere Heilstoffe in ihrem Gewebe. Alle mit Bärennamen belegten Pflanzen strahlen eine etwas grobe, aber starke Vitalität aus, so auch unsere Große Klette, die sich bis zu 2,00 m (200 cm) hoch über dem Boden erheben kann. Um einen kräftigen Stamm reihen sich lappige Blätter. Die Klette meistert ihre Kräfte, sie gewinnt aus ihnen ihre große Vitalität und schafft es, rosaviolette Blütenblätter zu zaubern. Die alten Heilkundigen haben darin ein Zeichen gesehen für die große Heilkraft der Klette. So wurde die Klette schon seit dem Altertum zur Behandlung der sogenannten Dyskrasie, der fehlerhaften Blut- und Säftemischung verwendet. In den stacheligen Samenhüllen entstehen zum Herbst hin kleine Samenkörnchen. Sie sind sehr fettreich, und man hat früher in Notzeiten Öl aus ihnen hergestellt. Dieses Öl ist auch ein sehr gutes Stärkungsmittel für die Haare.

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Bild: von Jokalo1 mit Gimp 2.8 erstellt, C2016


Ja, an diese stacheligen Klettenköpfchen können sich alle gut erinnern, wir kennen sie noch aus unserer Kindheit. Die großen runden Blütenköpfe bleiben so herrlich an den Kleidern heften, und wenn sie erst in die Haare kommen.. . Kinder lieben Kletten! Ich habe sie mir damals nicht so genau angeschaut, ich erinnere mich hauptsächlich an die oben genannte Wirkung. Und jetzt verstehe ich, warum sie sich schier unlösbar in Kleider und Haare krallen: die Blüten sitzen in einem steifen Pelz aus hakig-gekrümmten Stacheln. Um sich nun weitläufig auszubreiten setzen sie sich gerne in das Fell von Tieren fest um so sicherzustellen das die Samen verbreitet und verteilt werden.


Für den Garten:                                                                                                                                                                                                                                                             Wer Klettenwurzeln stechen will , braucht einen guten Spaten, ein kleines Gartenschäufelchen ist der Kraft der Wurzel nicht gewachsen. Gestochen wird die Wurzel der zweijährigen Pflanze, am besten im Frühjahr. Zur Ausbildung der gewaltigen Erscheinung über und unter der Erde braucht die Klette nährstoffreichen Boden. Sie liebt Ammoniak und stellt sich deshalb gerne in die Nähe von Misthaufen. Wir finden sie aber auch an Schuttplätzen, entlang Wegrändern und an Zäunen.

HEILWIRKUNG

Die Heilkraft kommt aus der Wurzel. Die Anwendung der Klette als Heilmittel lässt sich bis ins Altertum zurückverfolgen. Große Ärzte wie Dioskurides, Galenus und Plinius haben die Klette in ihren Schriften beschrieben. Die Wirkung wird unterstützt durch Auflagen der frischen zerquetschten Blätter, oder falls diese nicht vorhanden sind, durch Umschläge mit Kompressen, die mit dem Tee getränkt sind. Durch das Erhitzen gehen viele Heilstoffe der Wurzel verloren. Deshalb ist das Kauen der frischen Wurzel oder das Einnehmen des getrockneten Wurzelpulvers wirkungsvoller. Die Klette wird bevorzugt zur Behandlung von Wunden und Geschwüren angewendet. Die Klette ist ein starkes Blutreinigungsmittel. Überall dort, wo der Körper zuviel Giftstoffe angesammelt hat, wo das Gewebe versulzt und die Haut verstopft ist, wo der Körper versucht, sich über die Haut selbst zu reinigen, d. h. bei Geschwüren, Ekzemen, Furunkeln, Hautausschlägen, kann die Klette hilfreich unterstützen. Sie regt die ausscheidenden Organe, die Leber, Galle, Milz , Nieren, Blase und Haut an. Bei Hautkrankheiten empfehle ich eine einwöchige Kur, bei der man täglich 3 Tassen Klettenwurzeltee trinkt oder 3mal täglich 1 Messerspitze Klettenwurzelpulver einnimmt.

 

Was sind Kakteengewächse

 

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Die Kakteengewächse (Cactaceae) oder kurz Kakteen sind eine Familie in der Ordnung Nelkenartige (Caryophyllales) innerhalb der Bedecksamigen Pflanzen.

 

Kakteen sind ausdauernde Sträucher, seltener Bäume oder Geophyten. Fast alle Arten sind Sukkulenten, deren Sprossachsen stark angeschwollen sind. Die Wurzeln sind meist faserig oder bilden bei Pflanzen mit nur geringer Stammsukkulenz manchmal sukkulente Knollen oder Rüben. Die Hauptsprosse stehen, häufig charakteristisch für bestimmte Gattungen, einzeln oder Verzweigen von den Basen oder weiter oben. Das natürliche Vorkommen der Kakteen ist, mit Ausnahme von Phipsalis baccifera, auf den amerikanischen Kontinent beschränkt. Dort erstickt sich ihr Verbreitungsgebiet vom südlichen Kanada bis nach Patagonien in Argentinien und Chile.

Foto: Wikimedia, Urheber: Stan Shebs

 

Was ist Löwenzahn?

320px-Taraxacum OfficinaleDer Löwenzahn (Taraxacum sect.Pederalia) stellt eine Gruppe sehr ähnlicher und nah verwandter Pflanzenarten in der Gattung Löwenzahn aus der Familie der Korbblütler. Meist werden diese Pflanzen einfach als Löwenzahn bezeichnet, wodurch Verwechslungsgefahr mit der Gattung Löwenzahn (Leontodon) besteht. Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 cm bis 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu 1Meter (selten auch bis 2 Meter) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit von April bis Mai. In deutlich geringerer Anzahl erscheinen Blüten auch noch bis in den Herbst.

                                                                                                               Wikipedia, Urheber: Furu Maru

 

Herkulesstaude-Riesenbärenklau

 Der Name Riesenbärenklau kommt zum einen von der dieser Pflanze( sie kann bis zu vier Meter hoch werden),zum anderen von der Blattform,die an eine große Bärentatze erinnert.Die Stängel dieser Riesenpflanze sind innen hohl und werden bis zu zehn Zentimeter dick.Blütezeit ist von Juli bis Oktober.Und auch hier stimmt wieder die Bezeichnung „riesig“.Die Blüten erreichen einen Durchmesser  bis zu zwei Metern. Kein Wunder also,dass jede Pflanze bis zu 30.000 Samen bilden kann.Besonders groß und kräftig werden diese Pflanzen in der Nähe von Wasser,also besonders an Bachläufen und Auen. Die Herkulesstaude ist eine Zweijährige Pflanze,wobei sie erst im zweiten Jahr blüht.Nach der Samen Bildung stirbt sie ab.

Na, du Klette

Klette
Momentan noch unreif, aber später wird die Klette wie eine Klette an dir hängenbleiben!