Bauernweisheiten zum Januar

Getreide Aehren verkleinert

  • Neujahrsnacht still und klar, deutet auf ein gutes Jahr!

  • Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.

  • Januar kalt und rau - nutzt dem Getreidebau.

  • Ist am Dreikönig (06.) kein Winter, folgt auch keiner mehr dahinter.

  • Klirrt im Januar Eis und Schnee, gibt es zur Ernte viel Korn und Klee.

  • Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.

  • Wächst das Gras im Januar, wächst es schlecht das ganze Jahr.

 

Wetterregeln zu anderen Monaten kannst du hier finden: Bauernweisheiten


Bild: Ähren von Gerste, Weizen und Roggen - Timo1974 (CC-BY-SA 3.0)

Gedicht zum Neuen Jahr

Rose Ave Maria verkleinertEin bisschen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bisschen mehr Liebe und weniger Hass,
Ein bisschen mehr Wahrheit - das wäre doch was!

Statt so viel Unrast ein bisschen mehr Ruh',
Statt immer nur Ich ein bisschen mehr Du,
Statt Angst und Hemm

Und ein bisschen mehr Mut
Und Kraft zum Handeln - das wäre gut!  



Kein Trübsal und Dunkel, ein bisschen mehr Licht,
Kein quälend Verlangen, ein bisschen Verzicht,
Und viel mehr Blumen, solange es geht,
Nicht erst auf Gräbern - da blüh'n sie zu spät!


Peter Rosegger
Österreichischer Schriftsteller und Poet
31. Juli 1843 - 26. Juni 1918

 
Bild: Eva K., eigenes Werk (CC-BY-SA 2.5, 2.0 und 1.0) - Aus ihren Garten: Rose „Ave Maria“, Züchter Kordes, 1981 

Zum neuen Jahr viel Glück

2014 Grafik HarrybaerWill das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.



Wilhelm Busch

Deutscher Dichter und Zeichner
15. April 1832 - 9. Januar 1908

 

Grafik: © Harrybär

Winterzeit am Kamin

Es lodert und knistert bis tief in die Nacht, die Glut des Feuers ist entfacht.

Wohlige Wärme durchströmt den Raum, das Ticken der Uhr, man hört es kaum.

Draußen im glänzenden Mondschein erleuchtet der Schnee einen Schimmer hinein. Der Wind pfeift laut durchs tiefe Geäst.

Die Bänke füllen sich leise mit Schnee, das Eis versteinert allmählich den See, die Straßen kann man nur noch erahnen, sie werden jetzt alle zu rutschigen Bahnen.

Doch am Kamin, da spürt man es nicht, es ist urgemütlich am Feuerlicht.

Das brennende Holz, es glüht so rot, aus der Küche der Duft von backendem Brot.

Oh, du schöne Winterzeit, machst dich in unsrem Städtchen breit.

Gibst uns immer zu verstehn, die Zeit am Kamin ist wunderschön.

Das Weihnachtsgedicht „Lieber, guter Weihnachtsmann“

Weihnachtsmann animiertLieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach' dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm' doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Unbekannter Autor

Bildquelle: www.clipart-kiste.de